Information in english

- by rev. Elisabeth Lidell, Denmark; translated by Christine Andersen My spiritual journey started as I grew up in a parsonage on the Danish island of Aeroe, going to Church and Sunday School, and as a Girl Guide with the KFUM Scouts. Later I joined the Danish Christian movement for Christian High School students, and read Theology at Aarhus and Uppsala universities. My “spiritual CV” also shows the influence of the Christian Student Movement in Aarhus and work at the Diocesan Office and at St. David’s Retreat Centre and Meditation Centre in Rättvik, Sweden. My background and the driving force behind me is ecumenical, and during nine years when I was employed as a pastor at the Cathedral in Copenhagen I had the pleasure of being responsible for the inter-church relations of the Danish National Evangelical Lutheran Church. This gave me many opportunities to meet sisters and brothers from other Christian communions and experience the strength of the universal Christian Church under very different circumstances and often in very different forms. It gave me the courage to experiment with different forms of ministry and church services.

Read the whole article - click here.

See brochure - click here.



Information auf deutsch

Pilgern will gelernt sein. Elisabeth Lidell, die erste Pilger-Pastorin Dänemarks macht Anfänger aber auch Fortgeschrittene mit den einzelnen Schritten vertraut. Uns begleitet die burschikose Pastorin auf dem seit Sommer erweiterten Pilgerweg, der von Vejen (Südjütland)nach Rendsburg (Schleswig Holstein) führt.

Von den Pilgerregeln, zu denen Stille, Gemeinschaft, Einfachheit, Langsamkeit und Unbekümmertheit gehören, wählt sich jeder Teilnehmer für die erste Etappe eine aus und dazu einen Partner. Niels-Ole, mein Pilgerpartner, will zurück zum einfachen Leben und weiß nicht so recht, wie. Auch ich weiß nicht, wo und wie Unbekümmertheit zu erlangen ist. Vielleicht hält der Weg durch Moos, Moor und Heidelandschaft, oder der Schweigemarsch durch die im 19. Jahrhundert von einem preußischen Offizier angelegte Waldschonung mit schnurgeraden Forstwegen eine Lösung parat?

Nach 22 Kilometern sind wir einfach froh, dass die Herbergsfamilie von Torninggard die Pilgerregel „Einfachheit“ nicht so eng auslegt, sondern uns mit dänischer Gastfreundschaft und typischen Gerichten bewirtet. Sogar der klare Schnaps fehlt nicht zum Hering. Derweil werden emsig die Hochbetten zusammen geschraubt, die gerade noch rechtzeitig eingetroffen sind. Dafür stehen die Duschräume unter Wasser. Doch die Herbergseltern sehen das Malheur gelassen, die Handwerker werden es schon richten.

Ein Weg, der viel zu erzählen hat

Der Pilgerweg ist auch als Ochsen- oder Heerweg bekannt. Neben Pilgern benutzten preußische und österreichische Befehlshaber mit ihren Truppen die Straße, um ihre Gebietsansprüche nach Norden zu sichern. Außerdem wurden darüber Ochsenherden, die wegen ihrer besonderen Fleischqualität begehrt waren, in die norddeutschen Hansestädte getrieben. Im Jahr 1551 sollen 38 069 Ochsen den Ochsenzoll bei Gottorf passiert haben. Entlang des Weges entstanden Gasthäuser mit großen Stallungen für Herden, Viehzüchter und Ochsentreiber. Um die Ställe der historischen Gebäude zu erhalten, wurden sie nun im Zuge der Pilgerrenaissance zu Pilgerherbergen umgebaut, und dies im protestantischen Dänemark, in dem noch heute 80 % der Bevölkerung der evangelischen Staatskirche angehören. Immerhin gibt es eine gewisse Tradition. Obwohl seit der Reformationszeit das Pilgern im Protestantismus zum Erliegen kam, Luther den Brauch gar als „Narrenwerk“ bezeichnete, zogen Pilger auf der „Pilgrimsrute“ zu den Heiligen Stätten nach Süden.

Lesen Sie den ganzen Artikel - Klicken Sie hier.

Lesen Sie ein Interview - Klicken Sie hier.

Siehe Broschüre über die Heerweg - Klicken Sie hier.